Welche Leistung braucht der Saunaofen
Welche Leistung braucht der Saunaofen
Eine Regel, drei Ausnahmen und eine Tabelle für gängige Maße. Ein zu schwacher Ofen ist der teuerste Fehler beim Saunabau – ein zu starker taktet unnötig.
So wird gerechnet
Eine Sauna mit 200 × 200 × 210 cm hat 2,0 × 2,0 × 2,1 = 8,4 m³. Nach der Regel braucht sie etwa 8 kW. Hätte sie eine Ganzglasfront von 4 m², kommen 4 × 1,2 = 4,8 m³ dazu; Sie rechnen also mit 13,2 m³ und einem entsprechend größeren Ofen.
Tabelle für gängige Maße
| Maß (B × T × H) | Volumen | Empfohlener Ofen | Für wie viele |
|---|---|---|---|
| 150 × 150 × 210 cm | 4,7 m³ | 6 kW | 2 |
| 180 × 160 × 210 cm | 6,0 m³ | 6 kW | 2–3 |
| 200 × 200 × 210 cm | 8,4 m³ | 8 kW | 4 |
| 220 × 200 × 210 cm | 9,2 m³ | 9 kW | 4–5 |
| 250 × 220 × 210 cm | 11,6 m³ | 9 kW | 5–6 |
Die Werte gelten für Saunen mit Holzverkleidung und gedämmten Wänden. Bei großen Glasflächen oder Fliesen erhöhen Sie die Leistung nach der Regel oben.
Drei Fälle, die mehr Leistung brauchen
- Glas, Stein, Fliesen. Sie dämmen nicht, Wärme geht verloren – deshalb zählen sie als zusätzliches Volumen.
- Außensauna ohne Dämmung. Die Fasssauna hat eine massive Wand, aber keine Dämmung. Im Frost braucht sie mehr Zeit und Energie.
- Hohe Decke. Jede 10 cm mehr Höhe bringen bei 2 × 2 m weitere 0,4 m³. Optimal sind 190–210 cm.
Warum nicht „sicherheitshalber“ stärker
Ein überdimensionierter Ofen heizt schnell auf, schaltet ab und wieder ein. Die Temperatur schwankt, die Steine durchwärmen ungleichmäßig und der Aufguss wird weniger angenehm. Ein zu schwacher Ofen läuft dauerhaft voll, erreicht die Temperatur nicht und verschleißt schneller. Ideal ist ein Ofen, der die Temperatur nach dem Aufheizen mit etwa halber Leistung hält.
Elektroofen oder Holzofen
Der Elektroofen ist bequem: Schalter oder WLAN, 6 bis 9 kW an 400 V mit eigener Sicherung. Der Holzofen braucht keinen Strom, gibt weichere Wärme und Feuer-Atmosphäre, dafür Schornstein und Bedienung. In Außensaunen ist er beliebt, in der Wohnung praktisch ausgeschlossen.
Infrarotkabine: nicht Kilowatt, sondern Strahlerzahl
Bei der Infrarotkabine richtet sich die Ausstattung nicht nach dem Volumen, sondern danach, wie viele Strahler Rücken und Beine der sitzenden Person abdecken. Für eine Person genügen vier Strahler, für zwei sechs, für drei acht. Die Anschlussleistung liegt bei 1,4 bis 2,8 kW an einer normalen 230-V-Steckdose.
Anschluss und Sicherheit
- Öfen von 6 bis 9 kW: 400-V-Zuleitung, meist 3 × 16 A, Anschluss und Abnahme durch eine Elektrofachkraft.
- Um den Ofen gehört ein hölzernes Schutzgitter, die Abstände nach Herstellerangaben sind einzuhalten.
- Steine locker schichten, damit Luft zirkuliert, und gelegentlich neu setzen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert das Aufheizen?
Bei passendem Ofen und gedämmter Sauna meist 30 bis 60 Minuten. Außensaunen ohne Dämmung und Frost verlängern die Zeit.
Wie viel verbraucht der Ofen?
Ein 8-kW-Ofen rund 9 kWh pro Saunagang – eine Dreiviertelstunde voll, danach etwa halbe Leistung. Bei 0,30 €/kWh sind das etwa 2,70 €.
Lässt sich der Ofen fernsteuern?
Ja, die WLAN-Steuerung wählen Sie im Konfigurator. Für das Fernstarten gelten Sicherheitsregeln – in der Sauna darf nichts Brennbares abgelegt sein.
Welche Leistung braucht eine Sauna über 14 m³?
Ein 9-kW-Ofen reicht für etwa 14 m³ einschließlich Glaszuschlag. Öfen über 9 kW legen wir individuell nach Volumen, Form und Glasfläche aus. Schicken Sie uns die Maße, wir erstellen einen Vorschlag.
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