Infrarotkabine oder finnische Sauna: der Unterschied
Infrarotkabine oder finnische Sauna: der Unterschied
Zwei völlig verschiedene Dinge, die nebeneinander verkauft werden. Vergleich von Wärme, Anschluss, Verbrauch, Platzbedarf und Preis – mit einem einfachen Schlüssel zur Entscheidung.
Der Vergleich auf einen Blick
| Merkmal | Finnische Sauna | Infrarotkabine |
|---|---|---|
| Lufttemperatur | 70–100 °C | 40–60 °C |
| Wärmeprinzip | heiße Luft und Strahlung der Steine | Infrarotstrahler direkt auf den Körper |
| Aufguss und Dampf | ja, das ist ihr Wesen | nein |
| Aufheizen | meist 30–60 Minuten | meist 10–15 Minuten |
| Anschluss | 400 V (Öfen 6–9 kW) oder Holzofen | normale Steckdose 230 V |
| Dauer eines Gangs | 8–15 Minuten, mehrfach mit Abkühlen | 25–45 Minuten am Stück |
| Preis ab | 5 766 € | 4 382 € |
So funktioniert die finnische Sauna
Der Ofen erhitzt die Steine, gemeinsam mit der erwärmten Luft entstehen 70 bis 100 °C bei niedriger Luftfeuchte. Beim Aufguss steigt die Feuchte kurz an und die Hitze wirkt sofort viel intensiver – das ist der Löyly. Sauniert wird in Gängen: kurz in der Hitze, abkühlen, ruhen. Genau diese Abfolge macht für die meisten den Reiz aus.
So funktioniert die Infrarotkabine
Statt eines Ofens sitzen Strahler in den Wänden und unter der Bank. Die Luft bleibt vergleichsweise kühl, erwärmt wird der Körper. Es gibt keinen Dampf und keinen Aufguss, der Aufenthalt ist länger und ruhiger. Die Kabine ist in wenigen Minuten bereit und eignet sich auch spontan am Abend.
Anschluss und Platz
Das ist der häufigste Grund für die Infrarotkabine. Elektroöfen mit 6 bis 9 kW brauchen eine 400-V-Zuleitung, eine eigene Sicherung und die Abnahme durch eine Elektrofachkraft. Der Infrarotkabine genügt eine 230-V-Steckdose. In der Mietwohnung ist sie deshalb oft die einzige realistische Möglichkeit – mehr dazu im Artikel Sauna in der Wohnung.
Eine finnische Sauna für zwei Personen braucht etwa 150 × 150 cm, eine Infrarotkabine für zwei rund 130 × 110 cm.
Verbrauch
Ein Elektroofen mit 8 kW verbraucht pro Saunagang etwa 9 kWh, bei 0,30 €/kWh also rund 2,70 €. Eine Infrarotkabine mit 2,1 kW Anschlussleistung kommt auf etwa 1,6 kWh pro Gang, also knapp 0,50 €. Die genauen Werte für Ihre Ausstattung rechnet der Konfigurator im letzten Schritt aus.
So entscheiden Sie
Finnische Sauna, wenn
- Sie Hitze, Dampf und Aufguss möchten,
- ein 400-V-Anschluss vorhanden oder machbar ist oder Sie einen Holzofen wünschen,
- Saunieren für Sie ein Ritual mit Abkühlen und mehreren Gängen ist,
- die Sauna ins Haus, in den Keller oder in den Garten kommt.
Infrarotkabine, wenn
- nur eine 230-V-Steckdose zur Verfügung steht,
- Sie inklusive Aufheizen in einer halben Stunde fertig sein wollen,
- heiße Luft für Sie unangenehm ist,
- wenig Platz da ist und die Kabine ins Bad oder Schlafzimmer soll.
Häufige Fragen
Kann man die Infrarotkabine täglich nutzen?
Wegen der niedrigeren Temperatur wird sie häufiger genutzt als die finnische Sauna. Achten Sie trotzdem auf Ihr Befinden und trinken Sie ausreichend.
Ist in der Infrarotkabine ein Aufguss möglich?
Nein. Es gibt weder Ofen noch Steine, und Wasser würde Strahler und Holz beschädigen.
Was ist im Betrieb günstiger?
Die Infrarotkabine: geringere Leistung und kürzeres Aufheizen. Pro Anwendung stehen etwa 2,70 € rund 0,50 € gegenüber, bei 0,30 €/kWh.
Welches Holz eignet sich für die Infrarotkabine?
Espe, Erle oder Thermoespe – sie brennen beim Anfassen nicht und harzen nicht. Mehr auf der Seite Holz für die Sauna.
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Der Konfigurator ist kostenlos und unverbindlich. Das Angebot erhalten Sie in 48 Stunden.